ein Basic-Top – Schnitt von Kauf-Top abgenommen

Frei nach dem Motto „Zeig jedes noch so kleine Teilchen stolz her!“ (zu finden in den Partyregeln der „Frau freut sich“-Linkparty), zeige ich heute ein Basic-Top.
Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Stoffe & Material:

Schnitt:

  • abgenommen von einem alten Kauf-Top, Größe M


Änderungen:

  • die Längen habe ich gekürzt,  da mein Oberkörper sehr kurz ist
  • die Tiefe des Ausschnittes habe ich auf meine Wohlfühltiefe erhöht

Was – Wie – Wo:

  • Ich habe den Schnitt eines Kauf-Tops, dessen Ausschnittform mir gefällt, abgenommen. Bei 2 Schnittteilen ohne Abnäher recht simpel…ich habe einfach die Konturen auf Papier übertragen und die Taille markiert.
  • Danach habe ich die Längen des Tops gemessen (Schulter bis Brustpunkt & Schulter bis Taille vorne und hinten) und auf meine kurzen Maße angepasst.
  • Den vorderen Ausschnitt habe ich erhöht, die Form der mittleren Rundung aber weitestgehend erhalten.
  • Eine FBA habe ich nicht gemacht. Das Top eignet sich nur für sehr dehnbare Stoffe, liegt eng an und verzeiht das.
  • Nach längerem Überlegen habe ich mich für sehr schmale Bündchen als Abschluss entschieden. Sie sind aus dem gleichen Stoff. Die linke Seite zeigt nach außen, damit die Farbe dezent unterschiedlich ist.
  • Die Nahtzugaben musste ich an Hals- und Armausschnitten feststeppen, damit sie nicht nach außen klappen. Hierfür habe ich zum ersten Mal den Doppelkettenstich meiner Cover genutzt…man sieht leider ein paar Anfängerprobleme.

Lerneffekt/ Änderungen beim nächsten Mal:

  • Den Doppelkettenstich werde ich bestimmt wieder nutzen, aber mit der Cover bekomme ich gleichmäßige Abstände nicht so gut hin wie mit der normalen Nähmaschine. (Ich wollte aber keine Zick-Zack-Naht…) Auch die kleinen Fältchen am Ausschnitt schmerzen mein Perfektionisten-Auge…aber da komme ich drüber weg. Auftrennen ist nix für den Stoff.
  • Der „Schnitt“ eignet sich super um Reste zu verwerten und auch das Stückeln der beiden Teile ist unproblematisch. Kommt bestimmt öfter zum Einsatz.
  • Man muss das Rad nicht immer neu erfinden. Wenn ein Kauf-Teil seinen Zweck sehr gut erfüllt und nur kleinere Dinge geändert werden müssen, dann kann man auch mal einen Schnitt abnehmen statt sich nach Neuem umzusehen.

Verlinkt mit:

  • Frau freut sich
    (Ich hoffe, dass das Genähte bei der Linkparty nicht „an der Frau“ präsentiert werden muss…habe nichts dazu in den Regeln gefunden.)

6 Kommentare Gib deinen ab

  1. Toll geworden! Ich bin immer wieder überrascht, wie mich manche Werke anziehen, und wie oft diese dann von einem gekauften Kleidungsstück abgenommen sind. Scheinbar wirken sie (für mich) tragbarer.
    Viele Grüße,
    Anna

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    1. erschöpftes Quota sagt:

      Dankeschön! Ich kann das, was Du beschreibst gut nachvollziehen. Erklären kann ich es aber auch nicht.

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  2. Das Top ist toll geworden, es sieht aus „wie gekauft“. Ich habe bisher noch wenig Erfahrung mit dem Abnehmen von Schnitten, aber Dein Beitrag inspiriert mich wieder dazu, das auch mal zu probieren. Wie gut, dass Du es hier gezeigt hast! Und, nein, ein Präsentieren an der Frau ist wirklich nicht erforderlich 🙂 Liebe Grüße und Danke für Deine Verlinkung! Karin

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    1. erschöpftes Quota sagt:

      Danke Dir 🙂
      Probier es einfach mal mit einem Reststück aus, dann ist es nicht so tragisch, wenn was schief geht.
      Bei komplizierteren Schnitten mit sichtbaren oder in Teilungsnähte gelegten Abnähern ist das Abnehmen vom Kaufschnitt aber wesentlich komplexer. Da ist es wahrscheinlich weniger aufwändig das Teil selbst zu konstruieren.
      Liebe Grüße

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  3. aufnaehkurs sagt:

    Keine falsche Bescheidenheit! Ich finde es ist tatsächlich garnicht so einfach gut sitzende Basickleidung zu nähen. Ich möchte fast so weit gehen zu sagen, dass ich das noch schwieriger als anderes finde, weil hier meist weniger ablenkt und man Unstimmigkeiten ziemlich schnell sehen kann. Dein Top sieht ganz toll aus und gebraucht wird es in der Regel auch oft!
    Liebe Grüße,
    Sarah

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    1. erschöpftes Quota sagt:

      Danke für Deinen lieben Kommentar!
      Das stimmt alles und doch muss ich mir das immer wieder bewusst machen, wenn ich denke, dass die Großprojekte der anderen Näher so viel cooler und toller sind. 😉

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