(Näh)Gedanken zur Flatlocknaht (und ein Vergleich mit der Covernaht)

Wie flach ist eigentlich die Flatlocknaht?!?
Ziemlich…dachte ich.

Ist aber nicht ganz so. Jedenfalls bei meinen Anfänger-Versuchen mit vorgegebener Einstellung meiner Maschine.
Sie hat gegenüber der Overlocknaht eindeutig den Vorteil, dass sie von beiden Seiten ganz ok aussieht. Und dass die Nahtzugabe nicht irgendwo rumbaumelt oder sich sichtbar durchdrückt.
Aber der Höhenunterschied von einem Schnitteil zum nächsten ist gut sichtbar. Allerdings nur auf einer Seite der Naht.
Da musste ich beim „Flatlocken“ der Raglan-Teile aufpassen, dass der flache Übergang immer auf dem Ärmelteil und der weniger flache Übergang auf dem Vorder- bzw. Rückenteil landet. Dazu muss immer das gleiche Schnittteil oben liegen.
Mein übliches „ich nähe immer von oben zur Achsel hin“ funktioniert da nicht. (!)
Hier ein Vergleich der Flatlocknaht mit einer Coverlocknaht (am Saum):

Um das Probeteil konsequent flatlockig durchzuziehen, habe ich noch faule Bündchen geflatlockt. Da ist es dann besonders wichtig, dass man Nähte mit der Ovi recht sauber beenden kann und dabei nicht zu stark an den Fäden zieht.

Rundungen gingen mir mit der Overlock (also bei der Flatlocknaht) einfacher von der Hand als mit der Coverlock… Das ist aber wahrscheinlich reine Übungssache. Bei einem gerundeten Saum (der ohne Beleg oder Schrägband gearbeitet, sondern nur umgeschlagen wurde) sehen die Ergebnisse bei mir so aus:

Die Kurve beim vorderen Shirt (Coverlock) ist stärker. Vielleicht hatte ich deshalb auch so Probleme. Denn der flutschige Stoff war bei beiden Shirts gleich.
(Solch gebogene Säume nur mit Umschlagen des Stoffes zu nähen ist sowieso eine schlechte Entscheidung…ich weiss…)
Beim hinteren Shirt (Flatlock) scheint das Bauschgarn schon etwas zickig zu sein und zu flusen.

Beim Einfädeln des Bauschgarns nutze ich ein Stück normales Garn als Hebamme :

Und beim Zusammenklammern von Schnittteilen aus flutschigen Stoffen ziehe ich mich ins Bett zurück. 😉 Jedenfalls lässt es sich besser auf einer Unterlage mit etwas Grip (Teppich, Spannbettlaken,…) arbeiten. Dann rutscht das obere Teil in Position und das untere nicht weg.

 

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